Foxtrail Delémont/Jura

Foxtrail Delémont/Jura

Zum 10. Geburtstag unseres jüngsten Sohns wollte ich zusammen mit seinen Gspänli etwas besonders unternehmen. Es sollte etwas Spannendes, Exklusives, Unvergessliches sein. So stiess ich bald auf das Angebot von Foxtrail. Dies ist eine Art Schnitzeljagd für die ganze Familie oder für sonstige Gruppen. Man jagt einem „virtuellen“ Fuchs nach, der seine Spuren hinterlassen hat und lernt eine Stadt oder eine Region jeweils auf ganz neue Art kennen.

Auf dem Parcour in der Stadt Luzern hatten die Jungs und ich wirklich jede Menge zu tüfteln und dabei viel Spass. Die originellen Installationen begeisterten uns. Hier zwei Fotos der Tour von 2012:

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Im Mai diesen Jahres absolvierten Andy, Tobias und ich einen Foxtrail in Basel. Ich habe darüber hier gebloggt.

Am 3.Sept. 16 jagten etwa 30 Frauen der Sport Union Beckenried dem Fuchs auf verschiedenen Fährten wiederum in der Stadt Luzern nach. Ich mittendrin – und nicht mehr auf demselben Trail wie vor 10 Jahren. Die Tour führte uns treppauf-, treppab durch Luzern und war für manch ältere Dame eine sportliche Herausforderung. Aber ja – es waren ja alles aktive Turnerfrauen. 😉

Auf Facebook bin ich mit der Foxtrailgruppe verbunden und entdeckte einen Wettbewerb, der vom Tourismusverband Jura Drei-Seen-Land ausgeschrieben wurde, weil im Jura der erste Foxtrail eröffnet wurde. Ich habe mitgemacht – und zwei Tickets gewonnen! 🙂 Gelegen kam uns, dass man grad bei der Migros Foxtrailtickets gegen Cumuluspunkte eintauschen kann. So bezahlten wir für unseren 16 jährigen Junior grad noch einen Franken für sein Foxtrailticket.

Wir buchten extra Ferien rund um unsere geplante Foxtrailtour herum, weil wir nicht von der Zentralschweiz ins Jura und wieder heim fahren wollten, bloss für einen einzigen Tag. So entschlossen wir uns, ein paar Tage im Elsass zu verbringen. Wie wir unseren Elsassaufenthalt erlebt haben, erzähle ich  hier.

Wir freuten uns schon lange auf den 1. Oktober 16 und den Trail TheSaurus. Am Bahnhof Delémont merkte unser Sohn, dass wir im französichen Teil der Schweiz angelangt waren. 😉 Alle Befürchtungen waren umsonst. Denn die Sprache war kein Problem. Sowohl die Startunterlagen, wie auch die Infos, welche der Fuchs unterwegs für uns hinterlegt hatte, waren deutsch/französisch verfasst. In keinem der Trails, welche ich vorher absolviert hatte, legte man eine derart lange ÖV Strecke zurück, wie auf diesem Juratrail. Bloss ein kleiner Part findet in Delémont statt. Von uns aus gesehen, hätte die Erkundung des Städtchen selber ruhig etwas ausführlicher ausfallen können. Der Fuchs aber führt seine Verfolger per SBB in ein schönes Städtchen ausserhalb und dann dort auf einen Wanderweg. Leider spoilern die Bilder dieser SBB Seite etwas – schaut euch die Seite vorher ruhig an, nicht aber die Fotos, wenns geht. Ihr nehmt euch sonst einen Entdeckerspass weg. Ich selber poste extra keine zu genauen Bilder der einzelnen Posten. Diese sind sehr überraschend und humorvoll gestaltet – ich staune auf jedem Foxtrailparcour neu über die Kreativität der Postengestalter. Um die Tickets für den ÖV muss man sich als Fuchsverfolger nie kümmern, denn wenn man eine Tour bucht, ist die Benutzung von benötigten Trams, Bussen, Schiffen (Luzern), Fähren (Basel) oder des Zuges (Jura) inbegriffen. Für uns erfahrene Fuchsjäger war dieser Juratrail etwas zu einfach. Wir lieben das Knobeln und es war manchmal nicht so befriedigend für uns, festzustellen, dass man den weiteren Verlauf der Fährte auch ohne Lösen des Rätsels gefunden hätte. Etwas seltsam erschien es uns, dass auch Kirchenräume durchquert werden mussten. Es wurde zwar deutlich darauf hingewiesen, dass man sich in solchen sakralen Räumen bitte nur im Flüsterton oder besser lieber nur mit Gesten miteinander austauschen, am besten aber ganz auf die Kommunikation verzichten sollte. Und dass man diese Räume nicht betreten sollte, wenn eine Veranstaltung stattfinden würde. In so einem Fall, wenn diese Gebäude nicht betreten werden könnten, würden grosse Teile des Rätselspass wegfallen. Dennoch – wir meinen: ein Kirchenraum sollte im Grunde genommen nicht für eine Schnitzeljagd dienen.

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Wir haben erst zum Schluss bemerkt, dass TheSaurus gar nichts mit einem Dino-Saurier zu tun hat, sondern dass es um einen verschwundenen Schatz ging. Die Lösung des Rätsels verrate ich euch nicht. Aber für die Betreiber: der zweitletzte Posten hinter der Holztüre ist nicht mehr ganz in Ordnung. Die Klappe lässt sich nicht gut öffnen, dafür aber die ganze Türe und ich hoffe, dass das, was wir dahinter fanden, auch noch bei Besuchern, welche nach uns diesen Trail absolvieren, vorhanden ist. Für diese nächsten Besucher habe ich einen wichtigen Tipp: zieht Wanderschuhe an!

Danke, Foxtrail und dem Juratourismusverein für die gewonnenen Tickets. Sie haben uns als Familie ein tolles, spannendes Erlebnis beschert. Sowas fördert den Zusammenhalt in der Familie oder einer Gruppe, denn nur mit vereinten Kräften kommt man dem Fuchs jeweils auf die Spur. Leider habe ich noch nie von keiner Gruppe gehört, welche den Fuchs gefangen hätte. 😉

 

 

 

Wir von da oben – Fortsetzung folgt

Wir von da oben – Fortsetzung folgt

Über 10 Jahre lang verfolgte ich die „Auf- und Ab’s“ der Bergbauernfamilie Gisler in unserer Wohnstube vor dem TV, via SRF1. Sie bewirtschaften einen Betrieb auf mehreren Stufen und ziehen dafür ein paarmal im Jahr um. Seltsam – irgendwie fühlt man sich mit Menschen, welche man über eine gewisse Zeit via Fernsehkasten „trifft“ (zwar einseitig) doch recht verbunden.

Das Schächental gehört zu jeder Jahreszeit zu unseren bevorzugten Wandergebieten. Hier Fotos von einer früheren Wanderung Tristel-Urigen.

Und so waren wir am Samstag, 18.6.16 wieder einmal auf dem Schächentaler Höhenweg unterwegs.

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In der Bahn der Eggberge

Dieses Mal wählten wir die Strecke EggbergeRuogig aus.

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Beim Alpenkiosk am Fleschsee liessen wir uns von Bärti kulinarisch verwöhnen. Bald setzte er sich zu uns und wir waren im Gespräch vertieft. Irgendwann wagte ich es, ihn zu fragen, ob wirklich er es sei, jener Bärti, über dessen Familie das SRF1 über Jahre eine Dok gedreht habe? Ja, erwiderte er schmunzelnd – ob wir es denn gesehen hätten? Natürlich.

Und schon erfuhren wir das Neuste von ihm und seiner Familie:

Der älteste Sohn bewirtschaftet immer noch alle Stufen, obwohl er sich dessen im Film nicht so sicher war. Hier ein anderes Beispiel eines Mehrstufenbetriebs, wie es in der Schweiz noch einige gibt.

Es ist immer noch so, dass alle einander unterstützen, gerade beim Wildheuet.

Der Betrieb wird in etwa 3-4 Jahren schuldenfrei sein. Die Eltern haben seinem Sohn und dessen Familie einen modernen Betrieb überlassen.

Es sei ihm einfach gefallen, den Betrieb loszulassen, meinte Bärti. Er lasse die Jungen so „gschirren“ (arbeiten/machen), wie sie es für gut befänden und mische sich nicht ein.

Ein sympathischer Mann, eine eindrückliche Bergbauernfamilie. Zum Glück gibt es Menschen wie sie, welche diese harte Arbeit nicht scheuen. Und weil wir so lange mit ihm plauderten, mussten wir uns dann auf dem Weg zur Ruogigbahn sputen und unten aufs Postauto rennen. Aber es hat sich gelohnt für diese schöne, herzliche, wohltuende Begegnung. 😉 
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Ein Wochenende in einer uns weniger bekannten Ecke der Schweiz

Ein Wochenende in einer uns weniger bekannten Ecke der Schweiz

Unser Sohn verreiste zusammen mit den Bogenschützen Nidwalden in ein Bogenschiesslager. So ergriffen mein Mann und ich die günstige Gelegenheit – und vollzogen ebenfalls einen kurzen „Tapetenwechsel. Es zog uns zum Creuz du Van. Wir hatten ihn beide in unseren über 50 Lebensjahren noch nie gesehen.

Wir suchten uns ein hübsches, günstiges und gemütliches B&B (Fr. 120.– inkl. Frühstück für uns beide) in der Nähe von Fribourg (Belfaux), weil wir die Stadt noch nicht gut kannten und das letzte Mal vor etwa 12 Jahren in dieser Gegend in den Ferien weilten. Meine Bewertung auf Holidaycheck.

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In ein paar Autominuten ab dem B&Bl erreichten wir das Stadtzentrum Fribourgs und kamen grad rechtzeitig zum grossen Umzug des Folklorefestivals. Wir hatten zwar geplant, abends an dieses Festival zu gehen, wussten aber nichts vom Umzug und ich nahm es als Gottes Führung und Geschenk an, dass wir in dem Moment dort parkierten, wo der Umzug just begann! Wir genossen den Abend mit Musik und Tänzen aus der Bretagne, Irland, dem Tibet, Panama, Kroatien, Galizien, der Türkei und Botswana.

Gegessen haben wir indisch und später genehmigten wir uns eine Waffel und Glacé aus der Region und kramten unsere Französischkenntnisse hervor. 😉 😛 Leider kamen wir nur am Rande dazu, die Altstadt Fribourgs zu erkundigen.

Am Sonntag suchten wir uns den Weg zum Restaurant Soliat, welches auf der MySwitzerlandseite als Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Creuz du Van angegeben wurde. Wir fuhren zuerst fälschlicherweise zur Ferme Robert. Tipp: Nach Travers fahren und dort den Wegweisern zum Restaurant Soliat folgen. Ab dem Restaurant wandert man in etwa einer Viertelstunde zum ersten Aussichtspunkt der imposanten natürlich gebildeten Felswand. Wanderschuhe sind zu empfehlen, geht es doch über Alpweiden. Es gibt zwei Wegvarianten: entweder man getraut sich, direkt dem Abgrund entlang zu wandern, was krasser aussieht, als es ist, denn der Weg ist meistens breit und gut zu begehen. Wenn man die Wanderer in der Ferne betrachtet, sieht es so aus, als ob sie etwas ganz Gefährliches wagen würden – aber es sieht wirklich nur so aus. 😉 Sogar ich, welche teilweise unter Höhenangst leidet, wagte mich zum grössten Teil, darauf zu gehen. Die andere Möglichkeit ist, hinter einer Vieh-Trockenmauer zu wandern, welche einem ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Wenn der andere Weg etwas schmaler wurde, konnte ich jeweils durch einen ganz schmalen Mauerdurchgang auf die andere Seite der Mauer wechseln und hatte trotzdem noch die ganze Aussicht und Sicht- und Hörkontakt zu meinem Mann auf dem „gewagteren“ Weg.

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Wir wanderten insgesamt eine Stunde ein Stück weit hinauf und wieder zurück zum Restaurant, wo wir uns zusammen einen sehr reichhaltigen Salat mit Fleisch gönnten (sehr zu empfehlen). Lustig war zu erleben, wie die Frauen am Buffet und der Küche voll im Stress waren, gleichzeitig aber sagten, sie hätten wohl aufgrund der Wetterlage nicht soviel Betrieb wie sonst üblich an einem Sonntag. Die Frauen parlierten fröhlich in Französisch, Englisch, Deutsch und Portugisisch (oder war es Spanisch) kreuz und quer miteinander. Als wir die Felswand bestaunten, hatten wir noch Wetterglück. Später setzte Regen, Wind und Kälte ein. Eine Wandergruppe deutscher Frauen traf ein und übertönte mit ihrem Enthusiasmus einfach alles. So erfuhren wir ungewollt, dass sie 6 Std. unterwegs waren, jetzt kalt, vorher aber geschwitzt hätten, die Wanderleiter nicht zu gebrauchen waren und mindestens dreimal: „Wir sind jetzt drinnen, gell! – Im oberen Stock des Restaurants sind wir!“ oooooch…..

Fazit: die Felsarena Creuz du Van kann es durchaus mit Naturwundern wie den Cliffs of Moher in Irland (unser Besuch 2009)

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oder den Møn Klint, welche wir bereits zweimal in Dänemark besuchten,

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aufnehmen. Bloss hat es bei den Creuz du Van weniger Touristen als bei den Cliffs of Moher und Møns Klint. Auch Menschen, welche sich selber nicht als „berggängig“ bezeichnen, können diese Felsformation bestaunen, denn man sollte sich ja eh nicht zu weit an den Abgrund wagen und sieht auch mit einigen Metern Abstand alles ganz gut. Und bitte: Kinder an der Hand und Hunde an der Leine führen, denn es geht immerhin 160 Meter senkrecht hinunter und auf dem äusseren Weg gibt es keinen Zaun oder sonstige Abschrankung! :-O

Weitere Fotos und Videos zu diesem erlebnisreichen Wochenende, findet ihr wie immer auf meiner Facebookseite (nur für Facebookfreunde, nicht alles öffentlich einsehbar).

Ein sehr schöner Ort, passend zur Blogparade, oder? 😉

R. Hood ;-)

R. Hood ;-)

Ich spüre, wie mich belustigte, neugierige, aber auch erboste Blicke treffen, als mein Sohnemann und ich aus der Gondelkabine der Emmetten-Stockhüttebahn treten. Wir wollen heute nicht mit Blicken treffen, sondern mit Pfeil und Bogen – dies auf dem Bogenpark Nidwalden.

Mein 14-jähriger Sohn ist Mitglied der Bogenschützen Nidwalden. An einem 3 D Parcour, erkämpfte er sich 2013 den Schweizermeistertitel in der Schülerkategorie. Das Campus-Surseemagazin hat ihn damals interviewt. Heute darf ich mich in Begleitung dieses Profis also das zweite Mal überhaupt auf einen Bogenparcour begeben, denn ich erhielt von unserem Sohn einen Gutschein geschenkt.

Gutschein von Tobias Aeppli, Bogenschiessen

Der Bogenpark Nidwalden besteht aus 34 Plastiktieren, welche verstreut im Wald aufgestellt sind. Es gilt also, bergauf- und bergab zu wandern, über Stock und Stein. Bei diesem Sport übt man die Beobachtungsgabe (wo sieht mein Sohn den nächsten Posten – also ich sehe nichts?), die Ausdauer (was – wir haben noch nicht mal die Hälfte absolviert?), die Konzentration und mentale Stärke (och, der hat mit dem 1. Pfeil getroffen und meine zwei ersten Pfeile liegen im Dickicht), die Muskeln des gesamten Körpers (Bein-, Arm-, Schultermuskulatur), die Atmungstechnik (atmen während es Aufziehens nicht vergessen) und wenn man gemeinsam unterwegs ist, ist das Gemeinschaftserlebnis wohltuend und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Ich kann diesen Parcour auch für einen Teambildungsanlass wärmstens empfehlen.

Obwohl wir in drei Stunden nur etwas mehr als die Hälfte aller Posten schaffen, bin ich zufrieden mit mir. In dieser Zeit absolviert ein durchschnittlicher Bogenschütze den gesamten Parcour, aber ich bin ja Anfängerin und benötige mehr Zeit und mehr Pfeile bei jedem einzelnen Posten. 3 Pfeile pro 3 D Tier dürfen geschossen werden, wenn man mit dem 1. Pfeil trifft, gibt es mehr Punkte, als bei einem Treffer mit einem der nächsten Pfeile. Meine Schulter schmerzt ausgerechnet seit dem Vortag. Ich habe mir irgendso eine Verspannung zugezogen. Der ausgeliehene Bogen war nicht ideal für mich – ich vermochte die Sehne nicht ganz nach hinten zu ziehen. Mit dem Bogen meines Sohnes kam ich besser zurecht, aber auch dieser war nicht wirklich auf mich „zugeschnitten“. Auch wegen meinem Schulterhandicap und der nicht „personifizierten“ Ausrüstung bin ich stolz auf mich, doch einige Male ganz gut getroffen zu haben. Es hat mehr Spass gemacht, als ich mir im Vorfeld ausgemalt habe und ich verstehe nun die Faszination und Begeisterung meines Sohnes und anderer Schützen für diesen Sport besser.

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In der Gondelfahrt retour konfrontieren uns zwei Mitfahrer mit einem Vorurteil, dem sich die Schützen oft gegenüber sehen. Nachdem ich ihnen erzählte, dass ich einen Pfeil verloren habe, heisst es zynisch: „Haha, der steckt bestimmt im Bauch eines Wanderers! Wenn der Verein diesen Parcour professionell aufstellen würde, dann hätten sie die Wege rundum mit Netzen gesichert und abgesperrt!“ Ich vermute, dass dieser Herr den Bogenpark noch nie wirklich abgelaufen ist, denn was er verlangt, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die 3 D Tiere stehen auf einer derart grossen Fläche verteilt, dass eine Rundumabsperrung eine Illusion ist. Aber wie es auf der Homepage des Bogenparks steht, so habe auch ich es erlebt:

„Das Sicherheitskonzept des Bogenparks Nidwalden wurde von der FAAS Field Archery Association abgenommen und für sicher befunden.
Sämtliche Wanderwege/Strassen/öffentlich zugängliche Wege werden nie durch die Flugbahn eines Pfeils tangiert.“

Es ist gut gekennzeichnet, dass hier ein Bogenparkweg beginnt, dass es sich nicht um einen öffentlichen Wanderweg handelt.

Der Vorwurf, man schiesse auf Tiere und selbst wenn diese nur aus Plastik seien, bestünde die Gefahr, dass ein Bogenschütze auf den Geschmack käme, auch auf lebende Tiere zu schiessen, weise ich zurück. Ich kenne viele Bogenschützen persönlich und könnte mir bei keinem vorstellen, dass er irgendeinem Tier etwas zuleide tun könnte. Unser Sohn liebt Tiere, knuddelt unsere Katze und sieht kein Tier gern leiden.

Die Betreiber des Bogenpark Nidwalden schreiben:

„Wir möchten uns auch von jeglichen Aussagen wie “ Was machen Die denn jetzt hier im Wald….ballern die auf Tiere? “ distanzieren.
Denn das Bogenschiessen ist eine sehr alte Tradition und setzt Verantwortungsbewusstsein und Naturschutz in den Vordergrund.
Der Bogenpark Nidwalden will auch in Zukunft mit der NATUR zusammen arbeiten und unterstützt deshalb
folgende Institutionen:
WWF (Eisbär-Adoption)
Sea Sheperd (Spende)
Pro Natura (Spende für die Pärke, eine Chance für Mensch und Natur)
Tierheim Paradiesli in Ennetmoos (Spende)“

Ich war sicher nicht das letzte Mal auf diesem Bogenpark und wünsche mir selber und allen anderen Bogenschützen

„Gut Schuss und alle ins Kill!“ 

Beggeriädertag

Beggeriädertag

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Einmal im Jahr dürfen wir Beckenrieder gratis auf unseren Hausberg fahren. Und oben finden dann allerhand Aktivitäten statt. Siehe Bild…

Auch die Bewohner von Gipf-Oberfrick waren auf unseren Hausberg eingeladen. Dies, weil sie im Gemeindeduell gegen uns gewonnen hatten.

Dieses Jahr waren wir besonders gespannt auf die Fahrt mit der neuen Kabinenbahn. Als Fahrgast spürt man nicht soviel, dass man mit einer komplett neuen Kabine fährt. Dies deswegen, weil die äusseren Masse nicht verändert werden konnten. Doch die Bahn sei mit der modernsten Technik ausgerüstet, habe ich zwischen einem Gespräch mit dem Kabinenführer und einem anderen Fahrgast mitgehört. Sie biete eine gute Isolation und von daher höre man bei geschlossenen Fenstern fast kein Laufgeräusch.

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(Foto von meinem 13-jährigen Sohn Tobias geknipst.)

Auf dem Hausberg empfangen uns Mitglieder des Gemeinderates mit Herzschöggeli und ein Alphornspieler mit sanften, urchigen Tönen. Die Kindertrachtengruppe ist grad beim Mittagessen.

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(Foto: Tobias Aeppli)

Im Berggasthaus Klewenstock essen wir zuerst fein z’Mittag, lösen den versprochenen Zwärglicoupe ein (danke! 🙂 ) und wandern dann gestärkt in Richtung Stockhütte.

Die etwa 1.5 stündige Wanderung führt uns vorbei an seltenen Blumen, wie die Rigirolle und wilden Orchideen. Akelei Wiesenraute heisst diese federleichte Pflanze, welche sich ❤ förmig präsentiert.

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Immer wieder treffen wir auf Illustrationen von Jolanda Näpflin, einer Beckenrieder-Künstlerin. Im Vordergrund ein Bild des „Tanzbodens“, im Hintergrund die echte Bergkulisse. 😉

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Nach der Twäregghöhe zeigt mir Tobias schon bald ein paar Posten des Bogenparks. Tobias ist selber aktives Mitglied des Bogenschützenvereins und Schweizermeister 3D 2013, Kategorie Schüler. Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich an den Gutschein, den mir mein Jüngster mal geschenkt hat: ich darf ihn mal auf den Bogenpark begleiten. smile (Anmerkung: er darf den Park nur in Begleitung eines Erwachsenen benutzen.)

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Hier der Beginn des Bogenparks, bei dem man, wenn man Glück hat, einen einst verlorenen Pfeil wiederfindet. 😉

Tobias und ich mieten uns in der Station Stockhütte Bikeboards und geniessen die etwa 20-minütige Abfahrt nach Emmetten.

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Weitere Impressionen: Fotoalbum Facebook

Romoos, Holzwäge – Napf – Bramboden

Romoos, Holzwäge – Napf – Bramboden

 

Bild:

Auto: Beckenried-Wolhusen (ca. 45 Min.)

Postauto: 10.17 Wolhusen ab, 10.43 Romoos, Holzwäge an 10.43 Uhr Bitte Fahrplan beachten – nicht alle Kurse fahren bis Holzwäge.

Wanderung: Romoos, Holzwäge – Napf: 1 Std. 40 Min. Mittagessen auf dem Gipfel, Napf – Bramboden: 1 Std. 40 Min.

Postauto: 17.06 Uhr Bramboden ab, Entlebuch an 17.30 Uhr

Zug: Entlebuch ab 17.35 Uhr, Wolhusen an 17.44 Uhr

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Aepplis auf Familienpirsch

Aepplis auf Familienpirsch

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Gespannt auf das Projekt „Familiepirsch“schwangen sich mein Mann, unser Jüngster (Tobias, 13 Jahre) und ich auf unsere Velos und fuhren ins Gnappiried, Stans.

Bereits zum Einstieg erfuhren wir bisher Unbekanntes aus unserer Umgebung.

Zitat: „Das Gnappiried ist ein Hoch- und Flachmoor von nationaler Bedeutung. Es ist das tieftsliegende Hochmoor der Schweiz.“

Hier fällt mir als freie Autorin bereits der erste Rechtschreibefehler auf – und er bleibt leider nicht der Einzige…. 😉

Abgesehen davon sind die Infos, welche man über das Einlesen der QR-Codes via Handy erhält, sehr lehrreich und schön bebildert. Als Familie haben wir aber auf der Pirsch Ideen entwickelt, wie die einzelnen Posten interaktiver, statt derart textlastig gestaltet werden könnten. Wie wäre es, wenn man ein Gruppenselfie einreichen sollte, die Vogelstimme auch akustisch zu hören ist oder man irgendwelche Gruppenaktivitäten zusammen ausführen müsste? Hier wäre mit Fantasie noch viel zur Attraktivitätssteigerung herauszuholen. Ich weiss deswegen nicht, ob die Familienpirsch uns an weiter entferntere Ort wie Ettiswil oder Baldegg locken würden, so dass wir extra deswegen dorthin reisen würden. Aber es war gut, das für uns nahe Gnappiried und am selben Tag noch das Stansstaderried zu erkundigen und zu erleben, was für eine wunderschöne Natur vor unserer Haustüre liegt. Wir sahen fleischfressende Pflanzen und erfuhren auch über die Tierwelt Erstaunliches. Die Natur birgt wirklich manches Mysterium!

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Zu den Angaben auf der Homepage:

– die Zeitangaben stimmen überhaupt nicht. Wir nahmen es gemütlich, lasen alle Texte, suchten die entsprechenden Pflanzen oder Tiere (manchmal beides erfolglos) und lösten die Wettbewerbsfragen sofort. Trotzdem kamen wir im Gnappiried nie auf die angegebenen 2 Std. und im Stansstaderried nicht auf die eine Stunde, sondern im Gnappieried waren wir nach 30 bis 40 Minuten beim Schlusspunkt und im Stansstaderried bereits nach 15 bis 20 Minuten.

– Kinderwagentauglich sind beide Wege entgegen der Angaben nicht. Und ich habe dreifache Kinderwagenerfahrung. 😉 Im Gnappiried schafft man es mit einem Offroadkinderwagen bestimmt, über die holprigen Stege zu fahren, aber das Baby im Wagen wird heftig durchgeschüttelt, ich würde es keinem wirklich zumuten wollen. Im Stansstaderried kann jemand mit dem Kinderwagen auf dem Trottoir den anderen zusehen, wie sie auf Pirsch gehen, aber dabei sein kann man mit dem Kinderwagen nicht.

Zur Wettbewerb hat mir eine ausführlichere Information gefehlt. Ich war unsicher: soll man die Fragen jeweils sofort nach jedem Posten beantworten oder erst ganz am Schluss? Nimmt man mehrfach teil, wenn man alle Fragen beantwortet? Wir sparten uns zuerst die Wettbewerbsfragen auf, merkten dann aber nach und nach, dass man sie auch fortlaufend beantworten konnte. Wie wird kontrolliert, ob wirklich eine mindestens Zweigenerationsfamilie daran teilgenommen hat? Wir kamen nie zu einem Feld, in dem wir die Anzahl Teilnehmer hätten aufführen müssen.

Die Wettbewerbsfragen selber waren für uns zu einfach. Wenn man eine falsche Antwort eingab, war es ohne weiteres möglich, eine andere Antwortsmöglichkeit anzuklicken. Man konnte sich auf diese Weise durchklicken, bis man auf die richtige Antwort kam. Dies ist nicht wirklich eine grosse Herausforderung. Die Schwelle dürfte ruhig höher liegen.

Alles in allem ist die Idee der „Familiepirsch“ super. An der Ausführung sollte für ein nächstes Jahr gearbeitet werden.

Weitere Impressionen auf meiner Facebookseite.

Nun sind wir gespannt, ob wir einen der verlockenden Preise gewinnen! 🙂

Juhui! Heute bekamen wir folgende Nachricht:

Lieber Tobias Aeppli

Gratuliere, du und deine Familie haben gewonnen. An der 1. Zwischenverlosung hat die Glücksfee deinen Namen gezogen.

Bitte teile mir deine Postadresse mit und wir senden dir den Gutschein für einen Familieneintritt in den Tierpark Goldau sowie REKA-Checks (im Wert von Fr. 100.–) zu.

Von Regula Aeppli sind wir schon mittels Blog benachrichtigt worden, welche Naturgebiete ihr aufgesucht habt. Tolle Fotos haben wir (ebenfalls mittels Blog) von dir und deiner Familie schon gesehen, worüber wir uns sehr gefreut haben.

Wir wünschen dir und deiner Familie einen schönen Sommer und vielleicht besucht ihr noch weitere Naturgebiete und erkundet deren Geheimnisse (z.B. die Blaslöcher am Brunni-Pfad in Engelberg).

Herzliche Grüsse

Patrick“
http://www.aks-stiftung.ch/
http://www.familiepirsch.ch

 

🙂