Ein Wochenende in einer uns weniger bekannten Ecke der Schweiz

Unser Sohn verreiste zusammen mit den Bogenschützen Nidwalden in ein Bogenschiesslager. So ergriffen mein Mann und ich die günstige Gelegenheit – und vollzogen ebenfalls einen kurzen „Tapetenwechsel. Es zog uns zum Creuz du Van. Wir hatten ihn beide in unseren über 50 Lebensjahren noch nie gesehen.

Wir suchten uns ein hübsches, günstiges und gemütliches B&B (Fr. 120.– inkl. Frühstück für uns beide) in der Nähe von Fribourg (Belfaux), weil wir die Stadt noch nicht gut kannten und das letzte Mal vor etwa 12 Jahren in dieser Gegend in den Ferien weilten. Meine Bewertung auf Holidaycheck.

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In ein paar Autominuten ab dem B&Bl erreichten wir das Stadtzentrum Fribourgs und kamen grad rechtzeitig zum grossen Umzug des Folklorefestivals. Wir hatten zwar geplant, abends an dieses Festival zu gehen, wussten aber nichts vom Umzug und ich nahm es als Gottes Führung und Geschenk an, dass wir in dem Moment dort parkierten, wo der Umzug just begann! Wir genossen den Abend mit Musik und Tänzen aus der Bretagne, Irland, dem Tibet, Panama, Kroatien, Galizien, der Türkei und Botswana.

Gegessen haben wir indisch und später genehmigten wir uns eine Waffel und Glacé aus der Region und kramten unsere Französischkenntnisse hervor. 😉 😛 Leider kamen wir nur am Rande dazu, die Altstadt Fribourgs zu erkundigen.

Am Sonntag suchten wir uns den Weg zum Restaurant Soliat, welches auf der MySwitzerlandseite als Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Creuz du Van angegeben wurde. Wir fuhren zuerst fälschlicherweise zur Ferme Robert. Tipp: Nach Travers fahren und dort den Wegweisern zum Restaurant Soliat folgen. Ab dem Restaurant wandert man in etwa einer Viertelstunde zum ersten Aussichtspunkt der imposanten natürlich gebildeten Felswand. Wanderschuhe sind zu empfehlen, geht es doch über Alpweiden. Es gibt zwei Wegvarianten: entweder man getraut sich, direkt dem Abgrund entlang zu wandern, was krasser aussieht, als es ist, denn der Weg ist meistens breit und gut zu begehen. Wenn man die Wanderer in der Ferne betrachtet, sieht es so aus, als ob sie etwas ganz Gefährliches wagen würden – aber es sieht wirklich nur so aus. 😉 Sogar ich, welche teilweise unter Höhenangst leidet, wagte mich zum grössten Teil, darauf zu gehen. Die andere Möglichkeit ist, hinter einer Vieh-Trockenmauer zu wandern, welche einem ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Wenn der andere Weg etwas schmaler wurde, konnte ich jeweils durch einen ganz schmalen Mauerdurchgang auf die andere Seite der Mauer wechseln und hatte trotzdem noch die ganze Aussicht und Sicht- und Hörkontakt zu meinem Mann auf dem „gewagteren“ Weg.

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Wir wanderten insgesamt eine Stunde ein Stück weit hinauf und wieder zurück zum Restaurant, wo wir uns zusammen einen sehr reichhaltigen Salat mit Fleisch gönnten (sehr zu empfehlen). Lustig war zu erleben, wie die Frauen am Buffet und der Küche voll im Stress waren, gleichzeitig aber sagten, sie hätten wohl aufgrund der Wetterlage nicht soviel Betrieb wie sonst üblich an einem Sonntag. Die Frauen parlierten fröhlich in Französisch, Englisch, Deutsch und Portugisisch (oder war es Spanisch) kreuz und quer miteinander. Als wir die Felswand bestaunten, hatten wir noch Wetterglück. Später setzte Regen, Wind und Kälte ein. Eine Wandergruppe deutscher Frauen traf ein und übertönte mit ihrem Enthusiasmus einfach alles. So erfuhren wir ungewollt, dass sie 6 Std. unterwegs waren, jetzt kalt, vorher aber geschwitzt hätten, die Wanderleiter nicht zu gebrauchen waren und mindestens dreimal: „Wir sind jetzt drinnen, gell! – Im oberen Stock des Restaurants sind wir!“ oooooch…..

Fazit: die Felsarena Creuz du Van kann es durchaus mit Naturwundern wie den Cliffs of Moher in Irland (unser Besuch 2009)

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oder den Møn Klint, welche wir bereits zweimal in Dänemark besuchten,

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aufnehmen. Bloss hat es bei den Creuz du Van weniger Touristen als bei den Cliffs of Moher und Møns Klint. Auch Menschen, welche sich selber nicht als „berggängig“ bezeichnen, können diese Felsformation bestaunen, denn man sollte sich ja eh nicht zu weit an den Abgrund wagen und sieht auch mit einigen Metern Abstand alles ganz gut. Und bitte: Kinder an der Hand und Hunde an der Leine führen, denn es geht immerhin 160 Meter senkrecht hinunter und auf dem äusseren Weg gibt es keinen Zaun oder sonstige Abschrankung! :-O

Weitere Fotos und Videos zu diesem erlebnisreichen Wochenende, findet ihr wie immer auf meiner Facebookseite (nur für Facebookfreunde, nicht alles öffentlich einsehbar).

Ein sehr schöner Ort, passend zur Blogparade, oder? 😉

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